Zwischen Spielplatz und Spendenkraft – zu Gast bei help and hope
Shownotes
Ein Ort, der Kindern Perspektive schenkt: Martin besucht Sandra Heller auf Gut Königsmühle, dem Herzstück der help and hope Stiftung. Zwischen Bewegungsraum, Gärtnerei und Medienkompetenz sprechen sie über Chancengleichheit, pädagogische Angebote und die große Kraft von kleinen Spenden.
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00:00:06: Dortmund fragt, der Krämer antwortet.
00:00:08: Der Podcast
00:00:09: von und mit Martin
00:00:11: Krämer.
00:00:16: Und damit ein herzliches Hallo Dortmund.
00:00:19: Herzlich willkommen zur neuen Folge von Dortmund fragt, der Krämer antwortet.
00:00:23: Ich bin Janek, das ist Martin Krämer überraschenderweise, OB-Kandidat für unsere Stadt.
00:00:30: Und Martin, wir haben heute wieder einen Gast.
00:00:33: Eigentlich sind wir zu Gast und zwar auf gut Königsmüde und sprechen mit Sandra Heller, Vorsitzende der Stiftung Help and Hope.
00:00:42: Schön, dass wir hier sein dürfen in diesem wirklich außergewöhnlich gemütlichen Ambiente.
00:00:47: Wir müssen ganz kurz den Hörerinnen und Hörern erklären, wo wir hier überhaupt sind.
00:00:51: Wir sind auf einem wirklich gigantischen Erlebnishof.
00:00:56: So kann man es, glaube ich, gut sagen.
00:00:57: Hier können Kinder spielen, lernen, erleben.
00:01:02: Idealerweise alles zusammen und zwar kostenfrei.
00:01:06: Wir machen auch gleich noch einen Rundgang, denn ich glaube, das wird diesem Angebot hier nicht wirklich gerecht, wenn wir das alles von drinnen kommentieren.
00:01:14: Zuerst mal würde ich dich bitten, vielleicht könntest du mal versuchen, in wenigen Sätzen nochmal kurz zu sagen, wer ist eigentlich die Stiftung Help and Hope?
00:01:24: Was ist eure Vision, eure Hoffnung, wenn wir jetzt mal im Zukunft den Namen nehmen und wie ist das Ganze hier eigentlich entstanden, denn das ist wirklich unglaublich.
00:01:31: Ja, wie du schon gesagt hast, erst mal herzlichen Dank, dass ihr hier seid.
00:01:34: Ich freue mich total, wenn wieder jemanden den schönen Ort hier zeigen zu können.
00:01:39: Wir befinden uns auf dem Gut Königsmühle, ein zwölf Hektar großer.
00:01:43: Hofs hier in Dortmund Mängede auch sehr historisch gibt bis zum zwölfte Jahrhundert zurück.
00:01:48: Und wir haben diesen Hof gekauft, vor über zwei Tausend Sechzehn war das, genau.
00:01:52: Die Stiftung gibt es inzwischen seit zwanzig Jahren.
00:01:54: Wir setzen uns für Kinder und Jugendliche ein und wir hatten immer die Vision von Anfang an eigentlich, dass so ein Hof mal zu haben, wo wirklich alle Kinder zusammenkommen.
00:02:03: Und es geht nicht darum, nur eine bestimmte Gruppe, ob es vielleicht die Schwächeren sind oder Unkranke Kinder.
00:02:10: Es geht einfach darum, dass hier wirklich alle zusammenkommen und voneinander miteinander lernen.
00:02:15: Man kann das so auch als außerschulischen Lernort inzwischen betätigen, oder Lern- und Erlebnisort.
00:02:20: Und ich glaube, man kann hier ganz viel lernen und ganz viel erleben.
00:02:23: Wenn wir jetzt mal kurz von diesem Hof ein bisschen raussuchen, würdest du sagen, dass Dortmund allgemeine kinderfreundliche Stadt ist?
00:02:30: Ich würde sagen schon.
00:02:31: Es gibt viele tolle Orte in Dortmund, wo man sicherlich mit den Familien hingehen kann, wenn ich das auf unseren Hof beziehen würde, will ich sagen, es gibt zu wenige Orte, die so niederschwellig gut erreichbar sind, die vielleicht so schön sind und gleichzeitig aber auch kostenfrei sind, damit man halt auch als Familienort nutzen kann, wenn man nicht das Geld hat.
00:02:53: Das ist nämlich das Ding, Martin in Dortmund.
00:02:56: Viele Familien haben immer weniger Geld, möchten aber natürlich trotzdem mit ihren Kindern rausgehen, spielen, Sachen erleben.
00:03:02: und Sandra hat es gerade gesagt, wir reden ja auch hier ein Stück weit vom Thema Chancengleichheit, was er so nicht ... Überall gegeben ist er, ich meine.
00:03:08: Ja, also erst mal, Sandra, vorab ganz herzlichen Dank für die Einladung, dass wir hier sein dürfen.
00:03:14: Ja, das ist natürlich richtig.
00:03:15: Und hier haben wir ja ein Angebot, was ich finde, ich besonders dadurch auszeichne, dass es sich a. an alle richtet.
00:03:23: Also es ist völlig gesellschaftlich übergreifend.
00:03:27: Es ist inklusiv.
00:03:28: Es ist integrativ.
00:03:30: Das ist eine wirklich außergewöhnliche Einrichtung.
00:03:35: Und die pädagogischen Angebote, die hier zusätzlich vermittelt werden und die ja oft von Schultassen genutzt werden können.
00:03:42: Das ist schon wirklich ein ganz außerordentliches Engagement und eine Aufgabe, die Stiftung hier erfüllt.
00:03:48: Das macht mir ganz große Freude, das zu sehen und ich finde, das ist auch wirklich ein Vorbild.
00:03:54: Und wenn man die Ausstattung sieht und mit welcher Liebe zum Detail und zwar nicht zum selbstverliebten Detail, sondern dem Detail eine wirklich bestmögliche Arbeit und eine bestmögliche Entwicklungsfähigkeit der Kinder zu gewährleisten.
00:04:10: Das sieht man hier an jeder Ecke und das spudelt auch von allen, die hier mit und neben Sanderer tätig sind, wirklich heraus.
00:04:18: Du hast das pädagogische Angebot gerade angesprochen.
00:04:20: Wir befinden uns hier in einem solchen Raum.
00:04:22: Das ist der U-Sex-Raum.
00:04:25: Hier gibt es auch Kurse für werdende Mütter und Väter.
00:04:29: Und das ist nicht der einzige Raum.
00:04:31: Was gibt es noch für Erlebnisräume hier?
00:04:33: Ja, wir haben ansonsten natürlich noch den Bewegungsraum direkt nebenan.
00:04:37: Also wo es ganz verschiedene Elemente gibt, wo die Kinder sich einfach bewegen können.
00:04:42: Ganz wichtiges Thema.
00:04:43: Wir haben die Kinder-Lehrküche.
00:04:45: Also auch Ernährung ist ein wichtiges Thema bei uns, wo die Kinder ein bisschen schnippeln können.
00:04:48: Das haben sie jetzt zuletzt in den Osterferien gemacht.
00:04:50: Vorher waren sie in der Gärtnerei vom Christopherus und haben das Gemüse geerntet.
00:04:55: Und dann sind sie direkt in die Küche und haben ein bisschen geschnippelt.
00:04:58: Und gegessen haben sie das auch.
00:04:58: soweit, ich weiß.
00:05:00: Und den Medienkompetenzraum, den haben wir noch.
00:05:02: Da geht es logischerweise um das Thema Medien und die richtige Nutzung, die dosierte Nutzung.
00:05:07: Wir werden die Medien nicht mehr wegbekommen.
00:05:10: Es geht darum, dass Kinder darauf vorbereitet werden und nicht allein gelassen werden mit dem Thema.
00:05:15: Und dann haben wir auch noch einen Kreativraum, wo man mal reingehen kann, wenn es draußen nicht so schön ist.
00:05:19: Aber ich würde sagen, dass uns das wirklich in der Angebote wirklich draußen stattfinden.
00:05:24: Und die Kinder sind da hart im Nehmen.
00:05:26: Das kann
00:05:26: ich mir vorstellen und es wird schon deutlich.
00:05:29: Viele kommen hier ehrlicherweise hin, weil sie diesen wundervollen Spielplatz sehen, der ja auch wirklich das Zentrum des Hofes ist.
00:05:35: Aber das ist ja bei weitem nicht alles.
00:05:37: Also vermutlich ist das sogar der kleinste Teil von dem, was ihr macht hier.
00:05:40: Ein Spielplatz betreiben?
00:05:42: Genau, also der Spielplatz ist einfach schön, dass der da ist und viele erfreuen sich da auch total dran, gerade auch dann mal schon mal am Wochenende.
00:05:51: Der Kern unserer Arbeit sind natürlich die pädagogischen Angebote.
00:05:54: Und da geht es halt um das Thema Natur, Umwelt, was ich gerade gesagt hatte, Medienkompetenz, Bewegung, Ernährung, Teamkompetenz vor allen Dingen.
00:06:01: Auch das ist ein absolut zentraler Bestandteil.
00:06:04: Und wenn man merkt, die Kassen werden immer heterogene.
00:06:07: Es gibt viel mehr Konflikte.
00:06:09: Corona mag sein Teil dazu beigetragen haben.
00:06:11: Unser pädagogisches Team sorgt dafür, dass das irgendwann stückweit aufgebrochen wird.
00:06:16: Und natürlich dürfen die Kinder aber dann auch nach einem schönen Projekttag sich dann am Spielplatz ein bisschen austoben und einfach auch dann natürlich Kind sein.
00:06:24: Jetzt macht ihr das hier seit Jahrzehnten.
00:06:27: In der Zeit hast ihr wahrscheinlich sehr viele Kinder hier willkommen geheißen und wahrscheinlich auch viel direktes Feedback vielleicht nicht ganz ausformuliert, aber doch gespürt.
00:06:37: Gibt es da bestimmte Fälle, bestimmte Momente, die besonders jetzt in Erinnerung geblieben sind in fast zehn Jahren?
00:06:43: Oh wow, da gibt es, glaube ich, eine ganze Menge an Erlebnissen.
00:06:50: Was mich damals sehr beeindruckt hat, war, dass der Ukrainekrieg ausgebrochen ist, weil wir Familien mit Kindern hier auch in unseren... Räuben untergebracht, sehr kurzfristig.
00:07:01: Und die Kinder, die haben wir direkt in den Osterferien, die darauf folgen, kamen in die Ferienbetreuung mit aufgenommen.
00:07:07: Und die Kinder haben zusammen, die ukrainischen Kinder, die Kinder hier aus der Region, die haben gemeinsam den Container mit Graffiti besprüht, mit den begriffen Peace und Kids Our Future.
00:07:20: Und das hat mich ehrlicherweise sehr bewegt, weil man merkt, wie schnell Kinder doch zusammen im gemeinsamen Weg finden und ich das sehr traurig finde, dass Erwachsene das manchmal nicht schaffen.
00:07:29: Martin, was nimmst du hier mit an Eindrücken?
00:07:32: Du hast ja selber Kinder, das ist ja teilweise wirklich bewegend, was hier für Herzblut einfach reinfließt, ne?
00:07:38: Ja, ich war ja auch schon in der Vergangenheit das ein oder andere Mal hier und hab das Ganze auch so ein bisschen wachsen sehen und muss sagen, ich bin mir da völlig beeindruckt und begeistert, was in der Zeit wieder sich entwickelt hat und wie das Ganze gewachsen ist.
00:07:53: Es gibt für mich zwei ganz große Punkte hier.
00:07:57: Der eine ist eben das pädagogische Angebot, wo es ja auch Ferienbetreuung gibt und dann eben auf einen Schwerpunkt auf Kinder gelegt wird, die vielleicht ein bisschen mehr Unterstützung benötigen gerade in dieser Zeit.
00:08:12: So und aus der anderen Seite, aber das ist der offene.
00:08:15: Bereich, der für alle Besucher immer offen ist, wo man sich auch noch nicht zu Kursen anmelden muss, der ist für mich hier in Dortmund wirklich einer der Punkte, wo Kinder und Menschen aus allen Stadtteilen, Lebenssituationen zusammenkommen.
00:08:32: Das finde ich unglaublich wertvoll und das eben ohne Eintritt kostenlos.
00:08:41: Überlege gerade, welcher andere Ort in Dortmund das noch bietet.
00:08:48: Allein schon, dass ich das überlegen muss, als Vater von drei Kindern, gut, wir sind jetzt ein bisschen aus der Altersgruppe rausgewachsen, aber das zeigt ja, dass hier eine Lücke gefüllt wird, die unglaublich wichtig ist und hier eben nicht nur eine Arbeit geleistet wird für alle Kinder mal eben so, sondern dazu noch ein wirklich ganz tolles, hochwertiges, pädagogisches Angebot für diejenigen, die eine gewisse Benachteiligung haben und somit eine Chance und Gleichheit auch für die Kinder hergestellt wird und für Bildung gesorgt wird, für Werte gesorgt wird.
00:09:22: Und das ist, glaube ich, was ganz, ganz entscheidendes auch für die Entwicklung und die Zukunft.
00:09:27: Und was ich noch mitgenommen
00:09:29: habe,
00:09:30: das ist der
00:09:31: E-Mail.
00:09:33: Der ist ganz herrlich und ganz weich.
00:09:36: Ganz herzliche Dank dafür.
00:09:38: Und er wird einen Ehrenplatz bekommen bei mir im Büro.
00:09:43: Und wenn dann ein kleines Kind vorbeikommt und ganz verliebt ist und mich fragt, ob ich das nicht an kann, dann würde ich sagen, wenn es nicht ganz gut behandelt, dann ... Ja, so mit.
00:09:55: Vielleicht kriegt der Martin dann einen neuen E-Mail.
00:09:57: Bestimmt, bestimmt.
00:10:00: Also, ganz toller Ort.
00:10:01: Wir müssen vielleicht noch betonen, damit das auch in Zukunft alles so bleibt und so weitergeht, seit ihr natürlich angewiesen auf Unterstützung.
00:10:08: So sieht es aus.
00:10:09: Ihr seid ein gemeinnütziger Verein, finanziert euch größtenteils durch Spenden.
00:10:13: Wie kann man euch helfen?
00:10:14: Da gibt es tatsächlich mehrere Möglichkeiten.
00:10:16: Man kann ganz klassisch natürlich spenden, man kann das online machen, man kann es vorbei bringen.
00:10:21: Das geht alles, also ohne die Förderer wäre das alles nie, nie, niemals möglich.
00:10:25: Also das darf man nicht vergessen, ein tolles Team, alles super, aber ohne dem wird es nicht funktionieren.
00:10:31: Und wir wollen diesen Ort so erhalten, dass Familien möglichst niederschwelligen Zugang hier haben, dass die pädagogischen Angebote so qualitativ wertvoll weitergeführt werden können.
00:10:40: Das funktioniert nur auf diesem Wege.
00:10:43: Aber man kann uns natürlich auch mit Ehrenamtstagen unterstützen.
00:10:46: Man kann sich ehrenamtlich hier auch engagieren.
00:10:50: Es gibt da ein paar Möglichkeiten.
00:10:51: Man kann uns auch einfach ansprechen, wenn man eine Idee hat, wir sind für viele Schandtaten bereit.
00:10:56: Ich glaube, dass viele sich für dieses tolle Angebot auch erkenntlich zeigen wollen.
00:11:00: Und jetzt würde ich sagen, gehen wir mal runter und schauen uns den ganzen Hof mal im Detail an.
00:11:04: Danke euch schon
00:11:05: mal.
00:11:05: Schön, dass ihr
00:11:06: da seid.
00:11:15: Ich meine, das ist jetzt, wo wir hier so gerade lang laufen, das ist jetzt eigentlich, ich will nicht sagen, das Ende unserer aktuellen Geschichte, aber das wäre traurig.
00:11:26: Aber ich habe von dem offenen Gutkönigsmühle gesprochen und ich glaube, es gibt wenige Orte, wenn man am Wochenende hier herkommt, wo man so ein bunt gemischtes Publikum sieht.
00:11:34: Ja, aber das ist glaube ich auch das Tolle hier, weil ihr wirklich hier auch einen hohen integrativen Beitrag im Grunde genommen reistet.
00:11:41: Denn ihr richtet euch ja... Zwar schwerpunktmäßig wollt ihr die Kinder und Jugendlichen aus den Schwächen oder Kinder ja im Wesentlichen aus den den schwächeren und benachteiligten Situationen heraus fördern.
00:11:54: Auf der anderen Seite sagt er, wir schaffen einen Punkt, wo alle zusammenkommen können und friedlich und auch mit pädagogischer Begleitung sich entwickeln können.
00:12:02: Ja, ich finde, wir müssen ja halt auch immer ein Teil dazu beitragen, dass das auch funktioniert.
00:12:08: Also ich glaube halt immer ist es schwierig, wenn man erwartet, auch gerade wenn Menschen hierher kommen.
00:12:14: dass das alles leicht so funktioniert.
00:12:15: Wir müssen einen Teil dazu beitragen und wir müssen auch lernen, wie Inklusion, Integration, wie das funktioniert.
00:12:22: Das liegt an uns.
00:12:23: Und nicht an denen.
00:12:24: Ja, natürlich müssen die sich darauf einlassen.
00:12:26: Aber erstmal ist es so, dass wir auch ein Stück weit Sorge dafür tragen müssen.
00:12:31: Und das ist das, was wir ja versuchen in einem kleinen Stil, in den Ferien.
00:12:36: Also wir haben, was unsere pädagogische Arbeit angeht, verschiedene Ansätze.
00:12:40: Wir haben einmal die Ferienprogramm, das machen wir von Anfang an.
00:12:43: Das heißt, Osterferien, Sommerferien, Herbstferien sind zehn Wochen insgesamt.
00:12:48: Kommen hier achtzig bis neunzig Kinder die Woche hin.
00:12:52: Und die sind natürlich gemischt.
00:12:54: Die Eltern ringen die, die bleiben eine ganze Woche.
00:12:56: Da ist es uns auch total wichtig, dass wir Kinder aufnehmen, die vor anderem wahrscheinlich meistens keinen Platz bekommen, weil sie irgendeine Einschränkung haben.
00:13:05: Es kann natürlich auch dieses ganze ADAS und was es nicht alles inzwischen gibt, Autisten.
00:13:10: Es gibt teilweise Behinderungen oder so, die die mitbringen, die Kinder.
00:13:15: Wo andere sagen, nee, die Pädagogen hier, unser Team, die haben halt die Verantwortung für die Kinder.
00:13:20: Aber die führen dann Gespräche mit den Eltern.
00:13:23: Also wenn es dann halt eine Einschränkung gibt auf die Erwartungshaltung, was wir leisten können.
00:13:27: Und wenn wir es hinkriegen, nehmen wir die auf.
00:13:29: Und das ist schon, glaube ich, was Besonderes.
00:13:32: Das bedeutet manchmal, dass Kinder eine eins zu eins Betreuung bekommen.
00:13:35: bedeutet Ressourcen.
00:13:38: Also eine eins zu eins Betreuung, also
00:13:40: es können halt viele nicht leisten.
00:13:41: Und du musst ja eine eine eins zu eins Betreuung haben und eine, die auf das Bedürfnis des Kindes eingehen kann.
00:13:48: Das muss ja auch noch, das kann ja nicht irgendwem hinstellen.
00:13:50: Genau, wenn ich Blutsohne kann, alles messen muss.
00:13:52: Das heißt, ich muss auch in der Lage sein, ich muss es mir auch zutrauen, das auch zu machen.
00:13:57: Die Verantwortung, die ist schon eine große, die die dann haben, aber die wollen das auch.
00:14:02: Das war für uns von Anfang an auch wichtig, dass wir sagen, die wollen wir aufnehmen.
00:14:04: Wir wollen nicht die leichten Zelle.
00:14:06: Wir wollen aber nicht nur die, ich nenn's jetzt mal, Katastrophenfälle
00:14:09: haben.
00:14:09: Wichtet ihr euch eigentlich mit dem Angebot dann an im Wesentlichen Dortmunder Kinder?
00:14:14: Oder könnte jetzt auch zum Beispiel Kinder aus Münster sagen, wir melden uns hier an oder aus Hagen, Herdecke oder auch sogar von weiter weg.
00:14:23: Also ihr seid da ganz offen.
00:14:25: Und weil das finde ich auch nochmal ein ganz tolles Konzept mit dem Jugend- und Gästerhaus, dass die hier mehrere Tage das machen können.
00:14:31: Wie finanziert ihr das denn?
00:14:33: Das ist ja jetzt, wenn ich mir die Baustelle hier angucke, so eine Größenordnung, da ist man ja schnell ein paar Millionen.
00:14:38: Ja, mit Zehntausend
00:14:41: kommen wir nicht weit.
00:14:43: Das ganze Projekt ist halt auf sechs bis sieben Millionen kalkuliert, spenden.
00:14:49: Wir haben natürlich über die Jahre diese Vision ja schon gehabt.
00:14:52: Das heißt, wir haben für das Projekt auch immer schon ein bisschen zurückgelegt.
00:14:55: Das ist dann natürlich auch das Gute.
00:14:57: Wir haben Fördergelder schon auch zugesagt bekommen.
00:15:00: Und wir sind aber weiter dabei noch zusammen.
00:15:02: Es wird keine Jugendherberge, ist wichtig, weil das ist ja dann nochmal geschützt unter dem Dachverband der Jugendherbergen.
00:15:08: Das ist es nicht.
00:15:09: Es kann nicht jemand hierher kommen, wenn du sagst mit deiner Familie, ich bin hier gerade auf Fahrradtour, ich lass mich jetzt hier nieder.
00:15:14: Nein, so funktioniert es nicht.
00:15:15: Das heißt, es kommen Gruppen mit Betreuer hierhin, Kinder, Jugendliche.
00:15:19: Und bis zu hundert Betten werden das dann sein.
00:15:22: Das ist aber schon sehr besonders für hier und für die Region ziemlich... einzigartig in der Form, also im Konzept.
00:15:29: Davon gibt es viel zu wenig.
00:15:30: Also diese Jugendherbergen
00:15:31: sind schön.
00:15:32: Ich weiß ja selber noch, wie es war, der Lehrer der Scheuchtein dann durch den Teuteburger Wald bis zum Hermannsdenkmal
00:15:38: und wieder zurück.
00:15:40: Auch schön.
00:15:41: Aber hier nimmt man ja noch viel mehr mit und man hat die Pädagogen und ich glaube schon auch, dass das die Lehrer ein bisschen dann auch entlastet beziehungsweise auch Impulse für die Lehrer mitgibt.
00:15:50: Die haben auch echt viel an eine Backkönne, muss man ja echt sagen.
00:15:54: Ich kenne ja auch einige Grundschullehrer und Grundschullehrerinnen ganz gut.
00:15:58: Und an der Weiterführende Schulen auch.
00:15:59: Habe ich immer einen größten Respekt vor, wenn da berichtet wird.
00:16:03: Und ich fand eben in deiner Schilderung über diese Gruppe von Kindern, die eben den Konflikt dann ausgetragen und ausgebrochen und gelöst hat.
00:16:12: Und das ist natürlich etwa, da ist in Schule wenig Zeit für.
00:16:15: Absolut.
00:16:17: Genau.
00:16:17: Das kommt also ganz häufig zu kurz.
00:16:19: Insofern, finde ich, ist das ja etwas ganz, ganz Wertvolles, wenn sich dann so die Kinder eben selbstständig erkennen, einen dritten Schritt zurück.
00:16:29: Wie kann man aufeinander zugehen?
00:16:30: Wie kann man das auflösen und dann eben gemeinsam wieder nach vorne zu gehen?
00:16:34: Und das ist was.
00:16:36: Viele mit Kita-Betreuung und Kita sind ja auch auf den Ferien-Tagen geschlossen.
00:16:39: Und ich kann mich in meiner Jugend dran erinnern, da gab es, das war ganz toll, das wurde ja auch nicht mehr so, wie es damals war, gab es in der Westfalenhalle, die Kinderferien-Party, und die war aber
00:16:50: richtig
00:16:51: ausgebaut.
00:16:52: Also da bist du hingeschaut und hast gesagt, wie geil ist das denn?
00:16:55: Da waren also Events und Angebote, kostete so gut wie gar nichts.
00:17:00: Das ist ja alles nicht mehr da.
00:17:02: Das ist alles so in der Form nicht mehr da.
00:17:04: Da sind wir ja auch richtig, dass unsere Gesellschaft, unsere Verwaltung wirklich zurückgeruht hat.
00:17:10: Wir gucken natürlich aktiv, wen gibt es so in der Gegend und wer unterstützt uns.
00:17:14: Und da gibt es durchaus wirklich auch echt gute Kontakte.
00:17:19: Was schwierig ist, ist, wenn es um den Bau geht.
00:17:22: Baufördermittel sind schwierig.
00:17:25: Warum auch immer?
00:17:26: Mögen das nicht viele zu unterstützen?
00:17:28: Vielleicht, weil es kein abgeschlossen
00:17:31: ist.
00:17:31: und allein machbares Projekt vielleicht ist.
00:17:34: Genau,
00:17:34: weil dann ist es vielleicht sagen, da viel leer in den sechs Millionen, der ich jetzt fünftausend gibt, ja, aber ich sage mal immer, bestes Beispiel ist ja unser Spendenteller eben, der in ganz vielen Filialen und Geschäften steht, da werfen die Leute ihre Sendbeiträge rein und in Summe kommt ein Jahr eins, drei, eins, vier Millionen Euro warum.
00:17:52: Das ist natürlich echt ein Wort, aber das ist natürlich dann... Der Feind per se wäre dann die Bargeldabschaffung oder Bargeldloser, was Bargeldloser Zahlungsverkehr, weil dann diese Spendenteller und alles andere wegfallen.
00:18:05: Genau.
00:18:05: Also das ist für uns, ich verfolge das seit Jahren.
00:18:09: Man
00:18:09: merkt schon, dass es natürlich ein bisschen rückläufiger wird, weil viel mehr mit EC bezahlen, aber manchmal ist es so und so mache ich das auch, wenn ich mein Pop-Manier merke, das ist ein bisschen dick mit den Kleingeldschmeißig, das ist dann alles da rein.
00:18:19: So, ich glaube so machen das viele und das ist für uns natürlich einfach eine Macht.
00:18:22: Also wenn ich davon spreche, dass wir zweieinhalb Millionen Euro Einnahmen haben, kann man sagen, etwas über die Hälfte ist nur dieser Spendenteller.
00:18:30: Wahnsinn.
00:18:30: Wahnsinn.
00:18:31: Ja,
00:18:31: und deswegen sage ich immer, kleinen Vieh macht Mist.
00:18:34: Und das nicht so knapp bei uns.
00:18:35: Und deswegen, jede Spende zählt auch.
00:18:37: Und wir haben uns schon Brief bekommen vom Kind, wo fünf Euro drin gesteckt haben.
00:18:41: Und das ist eigentlich so süß.
00:18:44: Und jeder, der uns was spendet, finde ich.
00:18:47: Und das ist was ganz Besonderes, weil man kriegt Geld von jemandem, weil er die Arbeit wertschätzt.
00:18:53: Und das ist nicht selbstverständlich.
00:18:55: Und deswegen sind wir dankbar immer für alles, was kommt.
00:18:59: Natürlich schreckt das vielleicht mal ab, wenn man sagt, man hat so einen Riesenbau.
00:19:02: Aber ohne die vielen, vielen Spender, die wir hätten, wäre das ja nie möglich, wäre das alles gar nicht möglich.
00:19:07: Und
00:19:07: wenn du mit Menschen und insbesondere hier Kindern arbeitest, brauchst du Räume.
00:19:13: Und du brauchst auch Räume, die dafür funktional sind.
00:19:17: Insofern ist das, glaube ich, so alles... Eine Basis ist eine Grundvoraussetzung überhaupt, um vernünftige Arbeit bringen zu können.
00:19:25: Und vor allem Bau ist natürlich auch immer, ich sag mal, was lange vorhält.
00:19:31: Natürlich auch
00:19:32: immer Unterhaltungskosten mit sich bringt, aber bei den Angeboten, die ihr dann macht zum Beispiel, wenn das auch von Schulklassen beispielsweise mal genutzt wird, die kriegen dann aber eine bestimmte Gebühr wahrscheinlich auch berechnet, die aber unterhalb logischerweise meistens der wirklich tatsächlich einen Fall der Laufwand ist, weil es sonst gar nicht finanzierbar wäre.
00:19:49: Da hinten sieht man die Demetergärtnerei.
00:19:59: Da wird auf fleißig gearbeitet.
00:20:01: Die Saison geht jetzt los mit dem Verkauf.
00:20:03: Ich weiß nicht.
00:20:04: Fünfzehn verschiedene Tomaten, Sorten, Paprika, Gurken.
00:20:07: Was da alles angebaut wird.
00:20:08: Kartoffeln, die haben ja hinten in Aka auch noch was anbauen.
00:20:11: Das ist total schön, wenn die Kinder da reingehen.
00:20:14: Die sind total begeistert, wenn die sehen, wie das Gemüse wirklich wächst.
00:20:18: Und dann verarbeiten sie das.
00:20:19: Wir haben ja auch eine Kinderlehrküche.
00:20:20: Wir hatten jetzt auch in den Ferien so eine Schmackhof-Hatzwoche, wo die Kinder dann auch geschnippelt haben.
00:20:24: Das ist eine ganz andere Wahrnehmung, wenn man den Kindern so sagt, ja, die Tomate ist sie jetzt.
00:20:30: Aber wenn sie die erinnern und dann verarbeiten und verkochen, dann ist das was ganz anderes.
00:20:34: Also so bringt man dann halt auch den Kindern so ein bisschen bei, dass gesunde Ernährung nicht immer was schlechtes sein muss.
00:20:40: Ja,
00:20:40: weil er deckt ihr hier ja wirklich viele pädagogische Bereiche ab in Summe.
00:20:44: Habt ihr den hier schon Tage gehabt, wo aufgrund Personalmangel keine Betreuung möglich war?
00:20:49: Also der Erlebnis ist ja gerade sehr stark in vielen Kitas in Dortmund oder in einigen zumindest.
00:20:54: Und das sind ja sogar, muss man fairerweise sagen, gar nicht um die städtischen Kita, die haben da etwas andere Personalschlüsse drauf, der besser ist.
00:21:01: Aber bei der einen oder anderen Privat- oder institutionell betriebenen Kita sind das ja doch intensive Probleme, weil die einfach auch nicht den Kostenerstattungssatz kriegen, um den hohen Personalschlüsse wieder voranzukönnen.
00:21:15: Habt ihr da auch Probleme mit?
00:21:17: Also, dass ihr so viel Personalausfall hier habt?
00:21:20: Na ja, Mitarbeiter werden krank, das ist so.
00:21:23: Das gibt es
00:21:24: überall.
00:21:24: Aber wir finden eigentlich da auch immer eine Lösung funktioniert.
00:21:28: Das ist ja auch ein ganz toller Raum.
00:21:30: Das ist
00:21:32: ein Highlight, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:21:34: Ich liebe diesen Raum, weil er erstens so mit ... Die alle Sachen natürlich, aber der ist mit besonders viel Lieder gestaltet worden.
00:21:42: Also die Idee, wie gesagt, war so ein bisschen für die kleinen Kinder dann ein Angebot zu schaffen.
00:21:46: Man sieht ja, und das finde ich auch toll, dass sie da auf Qualität sitzt, auch bei der Ausstattung, weil das ist ja ein Langelebigkeitsthema, ein B auch ein Nachhaltigkeitsthema, aber C und eigentlich auch das Wichtigste, das ist ja optimal für die Kinder.
00:22:00: Das muss man ja einfach mal sagen, so wie das gebaut und gestaltet ist, das macht ja einfach Freude.
00:22:05: Ihr habt ja jetzt Situationen, dass ihr euch sehr stark da eben oder ausschließlich irgendwann über Spenden finanziert.
00:22:12: Wir haben natürlich ja auch im öffentlichen Raum und in öffentlichem Haushalten Ebbe.
00:22:19: Eine hohe Flut oder eine tiefe Ebbe in den Kassen.
00:22:22: Und da finde ich eben auch, man sieht ja, dass ihr auch Unternehmen gewinnt, dass auch eine Kommune viel mehr mit Private-Public-Partnerships und so weiter was bewegen könnte.
00:22:30: Und da sind ja viele Unternehmen auch veroffen.
00:22:33: Wo aber dann irgendwie Politik, Verwaltung das nicht wollen.
00:22:41: Ich finde das immer total schade, weil wir könnten da in so vielen Bereichen so viel weiter sein, wenn wir das machen würden und andere Kommunen machen, uns das ja auch stellenweise vor.
00:22:49: Ja, da wäre definitiv mehr irgendwo möglich.
00:22:52: Ich weiß immer nicht, ob's Fluch oder Segen wäre.
00:22:55: Wir arbeiten ganz anders, weil wir jedes Jahr aufs Neue dafür sorgen müssen, dass wir die Spenden bekommen.
00:23:05: Da für du und
00:23:06: da für euch.
00:23:07: Schickt eure Gedanken, Fragen und Themen, die euch bewegen, auf martincreme.de.
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